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Der Vorstand der SP Buchs hat sich mit der Einführung von Tempo-30 im Hanfland beschäftigt. Er stellt fest, dass da noch einiges im argen liegt.

 

Vor der Einführung der Tempo-30-Zone im Hanfland wurde die von der geplanten Änderung betroffene Bevölkerung im Februar 2016 zu einer Information und zu Workshops im BZB geladen. Dort durfte man konkrete Vorschläge und Kritik anbringen. Ein lobenswerter und sinnvoller Prozess. In der Zwischenzeit wurde bekannterweise die Tempo-30-Zone auch realisiert. Sie beruhigt den Verkehr im Quartier massgeblich.

 

Leider muss aber festgestellt werden, dass das wechselseitige Parkieren auf einigen Strassen zu rasantem Slalomfahren verleitet und dadurch die Velofahrerinnen und Velofahrer gefährdet werden. Daneben gibt es auch noch, wie im Bericht im „Buchs aktuell“ vom August  aufgeführt, weitere „Wermutstropfen“: Dass die falschen Pfosten bestellt wurden, ist dabei nur der augenscheinlichste dieser „Wermutstropfen“. So etwas sollte zwar nicht, kann aber halt mal passieren. Dass aber nun  besser sichtbare Pfosten aufgestellt werden, darauf wartet Buchs nun schon einige Monate. Auch die Markierungen wurden bis jetzt nicht geändert. Und dass bei diesem Fehler mit den Pfosten kein grosser finanzieller Schaden entstand, ist ja gut, aber eigentlich nur ein kleines Trostpflästerchen. Die nächste Frage stellt sich nämlich sogleich: Warum musste überhaupt nochmals ein Augenschein mit der Kantonspolizei genommen werden? Hätte nicht schon alles bewilligt sein müssen, bevor man mit den Markierungen und Pfosten überhaupt anfing? Und: warum wurde denn der Kreditrahmen so eng gesetzt? Hatte man Angst, dass es sonst Widerstand geben könnte? Letzteres wäre ja noch nachvollziehbar, aber etwas mutlos wirkt es schon. Oder ist es vielleicht nur eine Ausrede, warum man „provisorische“ Zeichen setzt oder setzen wollte? Denn plötzlich heisst es, Bäume sollen nicht gepflanzt werden, einerseits aus finanziellen Gründen, andererseits aber auch, weil man vielleicht die eine oder andere Fahrbahnverengung wieder rückgängig machen müsse. Wofür haben wir denn entsprechende Kommissionen und Stadtplaner, wenn die sich nicht vorher schlau machen können, was wo und wie als Fahrbahnverengung optimal ist? Strassen und Plätze verändern sich ja nicht plötzlich aus dem Nichts heraus. Und Bäume wurden der Bevölkerung bei eingangs erwähntem Infoabend versprochen; als Fahrbahnverengung, aber auch als Städteplanerisches Element sind sie wichtig.

 

Kurz: Die Schaffung einer Tempo-30-Zone im Hanfland ist unbestritten ein Gewinn für das ganze Quartier. Dafür sei dem Stadtrat ein grosses Kompliment ausgesprochen. Die Umsetzung dieser guten Tat hingegen lässt unserer Ansicht nach einiges zu wünschen übrig. Leider. Der Vorstand der SP Buchs hofft, dass die Beseitigung dieser Mängel jetzt möglichst schnell an die Hand genommen wird. Sonst wird Tempo-30 im Hanfland zu einem Trauerspiel, in welchem sich die Verantwortlichen nichts als lächerlich machen. Und Goodwill in der Bevölkerung wird damit auch nicht geschaffen.

 

Für den Vorstand der SP Buchs

Barbara Gähwiler, Co-Präsidentin

Neugutgrabenstrasse 4

 

9470 Buchs