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Die vorberatende Kommission des Kantonsrates unterstützt die Einführung einer Masterausbildung in Humanmedizin in St.Gallen und beantragt Eintreten auf den VI. Nachtrag zum Gesetz über die Universität St.Gallen (Joint Medical Master).

 Unter dem Präsidium von Valentin Rehli, Walenstadt, hat die vorberatende Kommission des Kantonsrates den VI. Nachtrag über das Gesetz der Universität St.Gallen diskutiert. An der Universität St.Gallen sollen ab dem Herbstsemester 2020 neu 40 Studentinnen und Studenten ihre Masterausbildung in Humanmedizin absolvieren. Der sogenannte Joint Medical Master basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Universitäten St.Gallen und Zürich in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital St.Gallen und dem Universitätsspital Zürich. Die für den St.Galler Masterstudiengang vorgesehenen Bachelorstudierenden haben ihr Studium bereits im Herbstsemester 2017 an der Universität Zürich aufgenommen.

 Ärztemangel bekämpfen und Bildungsstandort stärken

 Die Kommission sieht deutlichen Handlungsbedarf, um mehr Studienplätze für angehende Ärztinnen und Ärzte zu schaffen. Das vorliegende Projekt sei eine erforderliche Massnahme, um den Ärztemangel insbesondere auch in der Ostschweiz zu bekämpfen. Die mit der Masterausbildung verbundenen Kosten wurden zwar kritisch hinterfragt, jedoch war sich die Kommission einig, dass sich diese Investition lohne. Die gesamte Ostschweiz profitiere von der neuen Ausbildung in St.Gallen. Im Weiteren wurde der Mehrwert, den eine Masterausbildung in Humanmedizin für den Gesundheitsbereich und den Bildungsstandort bringe, betont. Zudem wurden der Fokus auf die Grundversorgung, die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie die Nutzung von Synergien hervorgehoben.

 Weiterer Fahrplan 

 

Die Botschaft wird in der kommenden Novembersession in erster Lesung und in der Februarsession 2018 in zweiter Lesung beraten. Im Anschluss wird die Vorlage für die Volksabstimmung vorbereitet.